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Linguine mit Bärlauchpesto

Hallo Frühling, hallo Bärlauch!

Kennt ihr das: Ihr lauft durch den Wald und plötzlich riecht es überall nach Knoblauch? So richtig schön frisch und lecker, sodass man sofort Lust aufs Essen bekommt? Dann ist es wahrscheinlich Frühling und irgendwo wächst wilder Bärlauch. Der riecht nämlich total nach Knoblauch – und das, obwohl er der dicken Knolle gar nicht ähnlich sieht. Mitte/Ende März, also genau jetzt, beginnt die Bärlauch-Saison. Das habe ich zum Anlass genommen, euch eines meiner liebsten Rezepte mit Bärlauch zu zeigen: das Bärlauchpesto.

Das sind die Bärlauch-Basics

Bevor ich euch gleich das Rezept mit Bärlauch zeige, möchte ich die Gelegenheit nutzen und euch noch ein bisschen mehr von der Pflanze vorschwärmen. Ich bin einfach schon lange total begeistert von den grünen Blättern und finde, man sollte viel mehr mit ihnen kochen. Denn neben Bärlauchpesto lassen sich auch viele andere tolle Dinge daraus herstellen.

Aber zurück zur Pflanze an sich. Bärlauch gehört zu den regionalen Produkten, da er seinen Ursprung in Europa hat. Trotz seinem Dasein als Frühlingspflanze mag die Lauchart es lieber feucht und schattig. Darum findet ihr Bärlauch oft im Wald oder an Ufern von Flüssen und Bächen. Von Mitte März bis Ende Mai verströmt er seinen leckeren Duft in unserer Landschaft – und macht Lust auf Bärlauchpesto.

Heilkräftige Würzpflanze und gut für die Gesundheit

Heute ist Bärlauch tatsächlich eher in unseren Küchen zu finden. Im Mittelalter hingegen galt er als Heilpflanze und kam bei verschiedensten Anlässen zum Einsatz. Auch heute ist er ein gutes Hausmittel gegen Blähungen und Bauchschmerzen, weil er die Tätigkeit von Leber und Galle anregt und sich damit positiv auf die Verdauung auswirkt. Zudem soll Bärlauch den Cholesterinspiegel sowie Bluthochdruck senken können. Also wenn das keine Argumente dafür sind, mal ein paar Rezepte mit Bärlauch auszuprobieren, oder?

Wie gesagt, kennt man Bärlauch heute aber eher aus der Küche. Neben Bärlauchpesto lässt er sich auch gut als Suppe, mit Tofu oder im Salat verarbeiten. Denn tatsächlich kann man diese Lauchart, ähnlich wie Schnittlauch, auch roh essen – einfach mit ein bisschen veganer Butter aufs Brot gelegt und fertig ist eine leckere Stulle. Ihr seht, Rezepte mit Bärlauch gibt es echt einige. Aber wo gibt es den Allrounder eigentlich zu kaufen?

Bärlauch kaufen – darauf solltet ihr achten

Ob Supermarkt, Bioladen oder Wochenmarkt – in den Frühlingsmonaten gibt es Bärlauch an vielen Stellen. Beim Kauf solltet ihr auf jeden Fall darauf achten, dass die Blätter sich fest anfühlen (nicht so schlaff) und knackig grün aussehen (nicht angegilbt). Wichtig ist auch: Nehmt keinen Bund mit Blüten! Denn das ist ein Zeichen dafür, dass die Bärlauchzeit zu Ende geht und das Aroma stark nachlässt. Für Bärlauchpesto oder andere Rezepte mit Bärlauch ist die Pflanze dann eher weniger geeignet.

Für alle, die in Sachen „selfmade“ alles geben wollen, bietet es sich auch an, Bärlauch selbst zu sammeln. Doch Achtung! Dabei solltet ihr ein paar Dinge beachten.

Bärlauch oder Maiglöckchen? So erkennt ihr den Unterschied

Zugegeben, Kräuter oder andere Lebensmittel in der Natur zu sammeln, ist immer ein bisschen spannend. Zumal es von vielen Pflanzen ja auch „böse“ Doppelgänger gibt. Das gilt auch für den Bärlauch. Sein Zwilling ist das Maiglöckchen. Das heißt jetzt aber nicht, dass ihr auf euer Bärlauchpesto, ein anderes Rezept mit Bärlauch oder aber das Selber-Sammeln verzichten müsst. Mit drei einfachen Tipps, könnte ihr Bärlauch und Maiglöckchen voneinander unterscheiden:

  • die Blätter von Maiglöckchen haben eine glänzende Unterseite, die von Bärlauch hingegen ist matt,
  • wenn ihr die Wurzel der Pflanze vorsichtig freilegt und eine Zwiebel seht, ist es Bärlauch, die Wurzel von Maiglöckchen ist eine „normale“ waagerechte Wurzel,
  • Bärlauch riecht beim Reiben nach Knoblauch, Maiglöckchen nicht.

Im Zweifel gilt trotzdem immer: bitte nicht pflücken! Denn frischen Bärlauch gibt es in der Saison garantiert auf jedem Wochenmarkt. Und da die meisten Märkte auch in der momentanen Situation geöffnet haben, steht dem Bärlauchpesto nichts im Wege.

Und hier kommt endlich das Rezept für frisches, selbstgemachtes Bärlauchpesto mit Linguine:

Heimatgemüse Bärlauchpesto vegan und ohne viel Öl

Linguine mit Bärlauchpesto

Für zwei Personen

250 – 300 g Vollkorn-Linguine

100 g Bärlauch
40 g Nüsse/Kerne
20 ml Hafermilch
1 EL Olivenöl
1 EL Hefeflocken
Meers
alz & Pfeffer 

Die Vollkorn-Linguine nach Packungsanleitung in Salzwasser al dente kochen.

Nüsse oder Kerne nach Wahl (ich habe dieses Mal Pinienkerne verwendet) in einer Pfanne, ohne Öl anrösten.

Anschließend die Nüsse/Kerne und alle weiteren Zutaten, mit Hilfe eines Pürierstabes oder eines Mixers, zu einem cremigen Pesto verarbeiten.

Das Pesto mit der heißen Pasta servieren und genießen.

Guten Appetit!

Heimatgemüse Bärlauchpesto vegan und ohne viel Öl

3 Kommentare

  1. Gabi Gabi

    Einfach nur lecker. Da möchte man gar nicht satt werden.

    • heimatgemuese heimatgemuese

      Ganz lieben Dank! :*

  2. Muss ich unbedingt ausprobieren dein Rezept 🙂

    Liebste Grüße,
    Elisa

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